Spannend, blutrünstig, gut geschrieben

Der Killer – giftige Rache von Christian Hardinghaus

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„Der Killer – giftige Rache“ ist ein Thriller mit hohem Tempo und blutigen Szenen. Einerseits geht es um den leicht durchgeknallten Kriminaloberkommissar Echtner, der wegen psychischer Probleme vorübergehend in den Innendienst versetzt wurde und auf berufliche Rehabilitation hofft. Auf der anderen Seite steht der Serienmörder Konrad, der, zerfressen von Rachegefühlen, diejenigen jagt und qualvoll tötet, die vermeintlich Schuld am Tod seiner Tochter haben. Aber wer jagt am Ende wen? Sicher ist – so viel kann man verraten – die beiden kommen sich sehr nah.

Meine Meinung:

Es gibt viele Thriller und die meisten folgen einem System: Der Killer wird immer wieder nur kurz ins Spiel gebracht, das Hauptaugenmerk liegt auf den Polizisten, die ihn jagen. Bei Hardinghaus´ Roman „Der Killer – giftige Rache“ ist das anders. Beide Seiten bekommen gleich viel Raum eingeräumt. Heißt: Man verfolgt von Anfang an sowohl den Killer Konrad, der sich nach einer Figur der Kindersendung „Sesamstraße“ Inspektor Schlehmil nennt, als auch Kommissar Echtner, dessen psychische Probleme sukzessive sichtbarer werden.

Was Konrad sich so alles einfallen lässt, um seine Opfer leiden zu lassen, ist schon grausam. So etwas muss man sich erst einmal ausdenken. Was Echtner auf die Beine stellt, um den Killer zu entlarven, steht dem in nichts nach. Als Leser könnte man hin und wieder eher Sympathie für den Mörder entwickeln und weniger für den Polizisten, der im Großen und Ganzen im Gegensatz zu seinem Gegenspieler recht unsympathisch rüberkommt.

Die Psyche der beiden Protagonisten hat Hardinghaus sehr fein und tiefgründig angelegt und ausgearbeitet. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd und macht Spaß. Der Autor entwickelt von Anfang an eine unglaubliche Spannung, die den Leser förmlich an den Roman bindet. Die blutigen Szenen sind sehr blutrünstig und brutal. Aber dafür ist es ja auch ein Thriller, den man in den Händen hält.

Ein, zwei Stellen waren für mich etwas verwirrend und schienen mir unlogisch – bis ich die Auflösung gelesen habe. Das Ende hätte ich mir so nicht vorgestellt. Obwohl es schon am Anfang einen Hinweis gibt, den ich aber nicht als solchen wahrgenommen hatte. Ich war einerseits überrascht, andererseits muss ich sagen: Chapeau Herr Hardinghaus. Gut gelöst.

Meine Leseempfehlung:

Von mir gibt es ganz klare fünf Sterne. Zartbesaitete Leser sollten sich lieber anderen Büchern zuwenden. Aber da stellt sich ohnehin die Frage, ob sie überhaupt einen Thriller oder vielleicht doch besser einen Krimi lesen sollten. Für alle, die einen richtig kernigen Thriller bevorzugen, ist „Der Killer“ in jedem Fall empfehlenswert.

Das Buch „Der Killer – giftige Rache“ von Christian Hardinghaus wurde mir vom dp Verlag kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt, was meine Bewertung jedoch nicht beeinflusst hat.

Gänsehaut am laufenden Band

Seeleneis von Volker Dützer

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„Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet! Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang“, sagt schon Friedrich Schiller in seinem Gedicht „Die Glocke“. Bekannter ist das Sprichwort in der Form: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht was Besseres findet.“ Dieses hätte sich Lisa durch den Kopf gehen lassen sollen, bevor sie sich auf Vicent van Dyk eingelassen hat. Der smarte Wissenschaftler hat ihr in einer schwierigen Lage geholfen und sie so in einer toxischen Beziehung an sich gebunden. Das Fatale: van Dyk forscht an der Überwindung des Todes, am ewigen Leben.

Meine Meinung:

Das war mal wieder ein Roman, der mich von Anfang bis zum Ende gefesselt hat. Volker Dützer schreibt in flüssigem, gut lesbarem Stil und zieht den Leser dabei schon gleich von Anfang an so in die Geschichte, dass man sich fast als Teil des Geschehens fühlt. Oft genug ist man geneigt, der Protagonistin, der Unfallchirurgin Lisa Wegner Tipps zu geben oder sie zu warnen. Gleichzeitig ist man einerseits angetan vom Charme des Wissenschaftlers, andererseits abgestoßen von seinen emotionalen Ausbrüchen.

Der Autor befasst sich in der Geschichte mit einer Frage, die so alt sein dürfte wie die Welt: Was passiert nach dem Tod, kann man diesen überwinden und ewig leben? Nun weiß ich nicht, wie weit die Forschung in diesem Bereich tatsächlich ist. Aber vorstellen kann ich mir so manches. Und die Erklärungen, die Dützer dazu liefert, könnten auch passen.

Die Charaktere hat er meiner Meinung nach sehr gut ausgearbeitet. Den Wahn, dem van Dyk verfällt, die Angst, die Lisa beherrscht und den schier endlosen Ehrgeiz von Kommissar Wolzow, der keine Ruhe gibt, obwohl der eigentliche Fall bereits abgeschlossen ist und damit ein gutes Näschen beweist, kann man als Leser gut nachvollziehen.

Das eigentliche System, das dem Plot zugrunde liegt, ist kein neues. Worauf ich hier anspiele, will ich nicht näher erläutern. Ich will ja nichts verraten. Wer das Buch liest, wird mit der Zeit aber merken, was ich meine. Aber obwohl es nicht neu ist, hat Dützer es sehr spannend verarbeitet.

Titel und Cover passen nicht immer zum Inhalt eines Buches. Aber in diesem Fall passt es schon sehr gut.

Meine Leseempfehlung:

Für alle, die auf Gänsehautfeeling und Spannung stehen ist der Thriller in jedem Fall zu empfehlen.

Das Buch „Seeleneis“ von Volker Dützer wurde mir vom dp Verlag kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt, was meine Bewertung jedoch nicht beeinflusst hat.

Das Potenzial leider nicht ausgeschöpft

Der Mädchensammler von Guido Krain

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Es geht um die junge Gräfin Philine von Montenbrück und einen Ring negrophiler Männer, die ihre sexuelle Befriedigung beim Schänden toter Mädchenkörper, die wie Puppen hergerichtet wurden, finden. Es geht um Korruption und Geklüngel bis in die höchsten Ebenen, wobei auch die Polizei involviert ist. Und es geht um einen jungen Arzt, der Philine bei ihrem Bestreben, den Negrophilenring zu sprengen, unterstützt.

Meine Meinung

Eigentlich geht es in „der Mädchensammler“ um ein Thema, das reichlich Potenzial bietet. Leider hat der Autor mindestens die Hälfte davon nicht genutzt. Im Gegenteil: Der Stoff, der gut in die psychische Tiefen des Menschen gehen könnte, bleibt platt, zeigt hin und wieder die Mentalität von Bud Spencer und Terence Hill, die mit „Schießprügeln“ hantieren, einem Mann „den Schaft zu fressen“ geben und „Automisshandler auf einem dicken Hobel“ verfolgen. Gleichzeitig findet man sich immer wieder bei Rosamunde Pilcher, beispielsweise wenn von der jungen Gräfin die Rede ist. Zu viel will ich an dieser Stelle nicht verraten. Selbst der Autor hat folgende Passage in seiner Geschichte: „Der Tag hätte eher zu einem Plot gepasst, den jemand aus einem Rosamunde-Pilcher-Roman und dem Tagebuch von Niccolò Machiavelli zusammengestückelt hatte“. Genau so habe ich mich beim Lesen gefühlt.

Beim Schreibstil bin ich immer wieder über hölzerne Ausdrücke gestolpert. So beschreibt Krain beispielsweise Philine, als sie aufwacht als „die gerade Erwachte“. Es gibt den „über den Jordan Helfer“, den „Möchtegernmörder“ und den „Mannberg“, der einen Berg von einem Mann beschreiben soll.

Einerseits ist mir die Sprache zu flapsig, andererseits dann wieder zu steif. Manchmal hat man auch den Eindruck, der Autor habe ein Synonymbuch zu Rate gezogen und sich für den einen oder anderen Ausdruck einfach den spektakulärsten ausgesucht hat.

Den Charakteren fehlt es eindeutig an Tiefe. Die Motivationen und Gedanken sind nicht oder kaum zu erkennen, Gründe für Philines Handeln, die in der Vergangenheit liegen, werden nur kurz angerissen und oberflächlich abgehandelt.

Was die Handlung selbst angeht: die ist stellenweise absolut hanebüchen. Ich weiß, das ist nur eine Geschichte und in einer solchen darf es auch mal unrealistisch sein. Aber das, was in diesem Buch passiert, liest sich wie die Aneinanderreihung von Prügel- und Schlägerszenen mit Einsatz von Waffen.

Der Einstieg ins Buch ist spannend – bis auf die Tatsache, dass Philine auf High Heels nachts in die Katakomben einer alten Burg hinabsteigt. Dann kommt wie gesagt die leider nicht so ganz gelungene Story. Wer durchhält, wird allerdings am Ende mit einem überraschenden und grusligen Ende belohnt.

Meine Leseempfehlung

Für zart besaitete Gemüter ist das Buch nicht geeignet. Stellenweise geht es ganz schön brutal zur Sache. Ansonsten gibt es von mir für Pro- und Epilog zwei gut gemeinte Sterne.

Das Buch „Der Mädchensammler“ von Guido Krain wurde mir vom dp Verlag kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt, was meine Bewertung jedoch nicht beeinflusst hat.

Macht, Gier und Intrigen

Tinus Geving ermittelt in höchsten politischen und wirtschaftlichen Ebenen

Sie sind aufgebrochen zu einem Silentium-Trip vor dem Abitur und kommen nicht zurück. Sechs Schülerinnen und ein Lehrer eines Elite-Internats, das eigentlich eine Schule für schwierige höhere Töchter ist, werden vermisst. Tinus Geving, der nach einem traumatischen Europol Einsatz zum LKA gewechselt hat, übernimmt die Ermittlungen, die sich als besonders schwierig erweisen. Denn bei den Eltern der Schülerinnen, die alle Töchter einflussreicher Väter sind, trifft er auf eine Wand des Schweigens und der Ablehnung. Was sich mit der Zeit herausstellt: Geving ermittelt in einem Sumpf aus Überwachung, Macht, Gier und Intrigen, die sich bis ins Internatsleben ziehen.

Meine Meinung: Das war ein Buch, das ich nicht so schnell durch hatte wie sonst. Zum einen liegt es sicherlich am Thema Wirtschaft und Politik, das mir persönlich nicht so sehr liegt. Zum anderen hatte ich hin und wieder das Problem, die vielen Personen und deren Positionen zu sortieren und zuzuweisen. Dennoch finde ich die Story spannend. Gibt sie doch Einblicke in die Welt der Mächtigen eines Landes. Wenn es sich auch um eine erfundene Geschichte handelt, so kann ich mir doch vorstellen, dass es in der realen Welt teilweise so oder so ähnlich abläuft, wie Arvid Heubner es hier beschreibt.

Der Autor hat einen angenehmen, flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil, der ohne Geschnörkel auskommt. Die Charaktere hat Heubner gut beschrieben, es fällt leicht, sich die einzelnen Protagonisten vorzustellen und in die Lage einzelner Personen zu versetzen. Besonders Geving, der bei seinem Europol-Einsatz seine Kollegin und Geliebte verloren hat, ist ihm gut gelungen. Die Flashbacks, die den Ermittler immer wieder quälen, waren für mich anfangs irritierend, da sie mich immer wieder aus der eigentlichen Geschichte herausgerissen haben. Dass sie doch einen direkten Zusammenhang mit dem aktuellen Fall haben, stellt sich erst am Ende des Buches heraus, an dem das Intrigengewirr allgemein verständlich aufgedröselt wird.

Der Showdown resultiert aus mehreren Erzählsträngen, die im Lauf der Lesezeit zusammengeführt werden. Teilweise sind die Ermittlungen langatmig, was das Tempo der ganzen Geschichte ausbremst.

Mein Fazit: Für Fans von Politik- und/oder Wirtschaftsthrillern ist der Roman absolut empfehlenswert. Wer sich in dieser Welt auskennt, wird noch mehr Feinheiten herausfinden. Für mich persönlich war die Story etwas zu komplex und kopflastig. Mir wurden auch die Opfer im Verlauf zu sehr nach hinten gedrängt. Sie dienen lediglich als Aufhänger für die Geschichte. Dennoch vergebe ich viereinhalb Punkte. Denn wie gesagt: Es war nicht so unbedingt mein Thema.

Das Buch „Eiskalt das Schweigen“ von Arvid Heubner wurde mir vom dp Verlag kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt, was meine Bewertung jedoch nicht beeinflusst hat.

Eine harte Nuss für zwei Ermittler

Die Bestie von David Seinsche

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In einem Vorort der US-Hauptstadt Washington, D.C. wird eine grausam zugerichtete Leiche entdeckt. Es handelt sich um den 20-jährigen Sohn des berühmten und einflussreichen Senators William P. Fitzroy, der mit zahlreichen Bisswunden übersät ist. Die FBI Special Agents Frank Bernstein und Pete Hancock werden zu dem Fall gerufen und beginnen ihre Ermittlungen. Kurz darauf geschieht ein weiterer Mord nach dem gleichen Muster. Das Opfer, dieses Mal eine junge Frau, die zu den jüngsten SenatorInnen in der US-Hauptstadt zählt, wird auf ähnliche Weise zugerichtet. Schon wittert die Presse eine neue Story, und nur mit Mühe gelingt es den beiden Ermittlern, die Wogen flach zu halten. Können sie den Mörder finden, bevor noch eine Leiche auftaucht, oder steckt mehr hinter den Taten, als alle vermuten?

Die Opfer sind alle junge, aufstrebende Politiker und Politikerinnen. Und sie stehen auf der Abschussliste eines irren Serienkillers. Mit der Lösung des Problems werden die beiden FBI Agenten Pete Hancock und Frank Bernstein beauftragt, die vor der Aufgabe stehen, eine sehr harte Nuss zu knacken.

Meine Meinung

Unterschiedlicher könnten die beiden Ermittler gar nicht sein. Pete Hancock, seit etwas mehr als zehn Jahren im Dienst des FBI, ist trotz seines scharfen Spürsinns und hoher Aufklärungsrate ein ungepflegter Alkoholiker und Prolet, der sich keinen Deut um sein Ansehen kümmert, der Zeugen beleidigt und bei den Ermittlungen nicht immer den offiziell erlaubten Weg verfolgt. Den krassen Gegensatz stellt Frank Bernstein dar. Gerade erst zum FBI gekommen zeigt er sich zielstrebig, gepflegt, in der Politik bewandert, mit ebenso scharfem Spürsinn wie sein Kollege und in der Welt der Politik bewandert und natürlich immer korrekt. Während Hancock nach seiner Scheidung alleine vor sich hin vegetiert, steht Bernstein, der von seinem Kollegen nur als „Welpe“ bezeichnet wird, vor der Hochzeit mit einer Psychotherapeutin. Und, das ist ganz klar, die beiden haben die vereinte Presse im Nacken, was sie ganz schön unter Druck setzt.

Die Charaktere hat David Seinsche sehr gut, mit vielen Kleinigkeiten und authentisch ausgearbeitet, sodass man sie regelrecht vor dem inneren Auge sieht und mit ihnen die Ermittlungen erlebt. Wobei gerade Hancock schon fast unerträglich ist. Wäre er mein Kollege, ich würde mich sofort versetzen lassen. Bernstein verfügt aber über genügend Ruhe und bekommt hilfreiche Ratschläge von seiner Partnerin.

Der Killer ist perfide. Er quält seine Opfer – es bleibt natürlich nicht bei den beiden im Klappentext erwähnten – und lässt sie richtig leiden, wobei er zeitweise schon fast zärtlich mit ihnen umgeht. Sein Motiv ist eines, mit dem der Leser nie und nimmer rechnet, das aber die Art zu morden erklärt. Außerdem beschränkt er sich nicht auf die Hauptstadt der USA. Er lässt seine Verfolger kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten reisen.

Der Thriller hat alles, was ein Thriller braucht, um gut zu sein: Spannung ohne Ende, zwei markante Ermittler, die auch mal ungewöhnliche Wege gehen, einen grausamen Killer, dem man nicht so leicht auf die Schliche kommt und Wendungen, die der Leser nicht erwartet und immer wieder umdenken lässt. Einzig zwei, drei Redewendungen haben mich im Lesefluss gestört. Zum einen benennt Seinsche seine Hauptfiguren meistens als der ältere und der jüngere Agent. Zum anderen benutzt er nach der wörtlichen Rede statt sagte, erwähnte oder ähnlichen Begriffen die Verben bescheiden und kundgeben. Also: der ältere Agent gab kund oder beschied … Auch statt der/die/das nach einem Komma verwendet er überwiegend welcher/welche/welches. Die Ausdrücke und Verben sind allesamt grammatikalisch korrekt und anwendbar. Aber wie gesagt: sie wirken für mich etwas steif.

Meine Leseempfehlung

Für schwache Nerven ist die Story vielleicht ein bisschen zu hart. Nichts desto trotz gibt es von mir eine klare Leseempfehlung. Der Spannungsbogen hält sich über das ganze Buch und macht Freude. Lediglich der Geistesblitz, der den „älteren Agent“ zur Lösung des Falles bringt, ist für mich nicht so richtig nachvollziehbar und wirkt ein bisschen an den Haaren herbeigezogen. Deshalb von mir viereinhalb Sterne.

Das Buch „Die Bestie“ von David Seinsche wurde mir vom dp Verlag kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt, was meine Bewertung jedoch nicht beeinflusst hat.

Nichts für schwache Nerven

Spiegelmädchen von Katja Montjano

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Die Geschichte:

Ein brutaler Überfall stürzt das Leben von Jazz in einen Abgrund voller Angst und Grauen. Gleichzeitig verschwinden ihre Mutter und Schwester – die Polizei steht vor einem schier unlösbaren Rätsel. Wurde die Familie Zielscheibe eines perversen Serienkillers oder steckt ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit hinter dem schrecklichen Geschehen? Als der Entführer Kontakt zu Jazz aufnimmt, entwickelt sich ein erbarmungsloses Katz- und Mausspiel, dem Jazz nicht entkommen kann .

Mein Eindruck:

Jazz ist keine „normale“ junge Frau. Sie leidet unter dem Asperger Syndrom, einer Autismus-Art, die sich durch mangelndes Einfühlungsvermögen und mangelnde Sozialkompetenz auszeichnet. Ein weiteres Symptom, mit dem Jazz zu kämpfen hat: Sie lässt sich nicht gern anfassen und schon gar nicht in den Arm nehmen oder drücken. Und sie nimmt alles wörtlich, was den Leser so manches Mal trotz echt spannender Story schmunzeln lässt.

Gerade Jazz ist sehr gut beschrieben – mit all ihren Stärken und Schwächen und einer beachtlichen Entwicklung, die sie im Verlauf der Geschichte durchläuft. Aber auch der ermittelnde Polizist Joshua hat einen interessanten Charakter und eine ganz eigene Geschichte bekommen. Der Mörder schließlich, ist ein absolut gestörter Mensch, was sich von Anfang an zeigt. Er weiß das auch und kennt auch die Ursache seiner psychischen Abartigkeit, die in seiner Kindheit liegt.

Meine Meinung:

Katja Montejano kann es mit ihrem Thriller locker mit den ganz großen Autoren aufnehmen. Der Spannungsbogen wird durchgehend vom Anfang bis zum Ende hoch gehalten. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Gut gefallen hat mir der ständige Perspektivwechsel nach Kapiteln. Mal ging es um Jazz, dann wieder um den Mörder. Joshua hat sein eigenes mit Problemen belastetes Leben, das wird aber nimmt aber nicht überhand und wird mehr oder weniger am Rande erwähnt. Die Morde sind schon ganz schön brutal, also tatsächlich nichts für schwache Nerven, der Täter ist unglaublich schlau, sieht seine Aktionen als Spiel, als Schachpartie, das vorausschauendes Denken und Planen erfordert. Was mir gefehlt hat, war ein bisschen der verspiegelte Raum, der anfangs für kurze Zeit eine Rolle spielt, dann aber total in der Versenkung verschwindet. Schade, wo der doch den Titel des Thrillers prägt. Aber das ist nur marginal.

Meine Leseempfehlung:

Ein ganz klares Ja. Das Buch ist so spannend, gut strukturiert und durchdacht, hat interessante Charaktere und ist so fesselnd, dass ich es tatsächlich nicht aus der Hand legen konnte. Außerdem wird mit der Asperger-Erkrankung der Hauptfigur ein Thema aufgegriffen, von dem viele zwar schon gehört haben, die meisten aber nicht viel anfangen können. Ein Thema, das oft genug zu Ausgrenzung und Mobbing führt, wie es auch in dem Thriller beschrieben wird. Die Autorin hat das Krankheitsbild so gut in ihrer Geschichte verpackt, dass man Menschen mit Asperger danach besser verstehen kann.

Das Buch „Spiegelmädchen“ von Katja Montejano wurde mir vom Verlag digitalpublishers  kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt, was meine Bewertung jedoch nicht beeinflusst hat.

Vielleicht gar nicht so weit weg von der Realität

Gusenberg und Schröder ermitteln in ihrem ersten Fall

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Die Geschichte

Nachdem ein junger Fußballspieler bei einem Autounfall ums Leben kommt, wird der Fall aufgrund der Bekanntheit des Opfers den Sonderermittlern Dr. Emil Gusenberg und Maryanne Schröder zugeteilt. Schnell wird ihnen klar, dass es sich nicht um einen Unfall, sondern um Mord handelt und der Fall hat es in sich. Während ihrer Ermittlungen tun sich immer mehr Abgründe auf und sie stechen bald in ein Wespennest aus Lügen, zerstörten Träumen und Menschen, die für Geld und Ruhm über Leichen gehen. Doch als der einzige Tatverdächtige ermordet aufgefunden wird, rennt den beiden Ermittlern die Zeit davon. Denn ein weiterer Mörder treibt sein Unwesen und hat sein nächstes Opfer bereits im Visier.

Meine Meinung

Eiskaltes Blut haben in diesem Krimi mehrere Leute – nicht nur der Mörder. Da sind vor allem die Funktionäre eines Fußballvereins der ersten Bundesliga zu nennen, die alles dafür tun würden, ihre Mannschaft auf dem Siegertreppchen zu halten. Und mit „alles“ ist auch wirklich alles gemeint. Aber es gibt auch noch Menschen im Umfeld dieses Clubs, die nicht gerade mit den feinsten Manieren glänzen.

Das, was Johannes Maria Stangl in seinem Krimi beschreibt, scheint gar nicht mal so abwegig. Verein und Szenerie sind zwar fiktiv, trotzdem kann man nicht unbedingt Parallelen zu großen, bekannten Fußballvereinen ziehen, aber ausmalen könnte man sich so einiges. Wobei ich den Clubs jetzt nichts unterstellen möchte.

Dass dies das Erstlingswerk des Autors sein soll, kann man sich kaum vorstellen. Die Story ist gut strukturiert, bietet Perspektivwechsel, die die Geschichte noch spannender machen und dem Leser einen kleinen Wissensvorsprung vor den Ermittlern geben. Die Charaktere der beiden Kommissare sind gut durchdacht und beschrieben. Aber auch die Gegenspieler zeichnet Stangl mit gutem Blick in die Psyche und das Verhalten von Menschen. Der Mörder weckt beim Lesen ambivalente Gefühle. Einerseits kann man seine Beweggründe verstehen, andererseits sind seine Reaktionen natürlich nicht hinnehmbar.

Der Schreibstil ist flüssig, die Geschichte spannend verpackt. Das Buch hatte ich in kürzester Zeit durch. Ich habe die Reihenfolge der Bücher mal umgedreht und erst den zweiten Band „Dunkle Pfade“ und dann erst „Eiskaltes Blut“ gelesen. Beide Bände der Gusenberg/Schröder Krimireihe sind in sich geschlossene Geschichten, die man auch ohne Vorkenntnisse lesen kann.

Was mir ein bisschen gefehlt hat, sind die Auflösungen einzelner loser Fäden, sprich Figuren die zwar auftreten, deren Verbleib am Ende aber nicht weiter verarbeitet wird. So hat sich mir beispielsweise die Frage gestellt, was denn aus Maria geworden ist und welche Konsequenzen Esch zu tragen hat. Leider fehlt auch der Hinweis, in welcher Sparte Gusenberg promoviert hat. Medizin ist es nicht, denn er betont immer dass er „nicht so ein Doktor“ sei.

Meine Leseempfehlung

Für Krimi- oder Thrillerfans ist das Buch aus meiner Sicht unbedingt empfehlenswert. Wer schwache Nerven hat oder nach der Darstellung von Gewalttaten nicht schlafen kann, sollte diesen Krimi besser nicht lesen.

Das Buch „Eiskaltes Blut“ von Johannes Maria Stangl wurde mir vom Verlag digitalpublishers  kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt, was meine Bewertung jedoch nicht beeinflusst hat.

Das Ergebnis verkorkster Erziehung

Narbenkinder von Cecily von Hundt

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Es ist schon heftig, wie die Lebensumstände in der Kindheit einen Menschen prägen und sein Leben lang beeinflussen können. In „Narbenkinder“ von Cecily von Hundt gibt es dafür gleich zwei dominante Beispiele: Den Mörder und die junge Journalistin Penny Kalunke.

Die Geschichte:

Ein Serienmörder treibt im vorweihnachtlichen Berlin sein Unwesen. Gleich fünf Menschen, drei Frauen und zwei Männer müssen innerhalb weniger Tage ihr Leben lassen. Mit Nachrichten, die er den weiblichen Opfern in den Mund steckt und einem Brief, den er an Penny schickt, weist er auf die Möglichkeit weiterer Morde hin und fordert eine Berichterstattung durch Penny – und zwar nur durch sie. Die Journalistin, die vor ein paar Jahren mit einem Journalistenpreis ausgezeichnet wurde, und ihr Chef und Patenonkel Max informieren die Polizei, die mehr oder weniger begeistert Penny an den Ermittlungen beteiligt. Doch dem Täter auf die Spur zu kommen ist gar nicht so leicht. Vor allem, weil sich das Motiv nicht eindeutig ermitteln lässt.

Meine Meinung:

Mich hat die Geschichte von Anfang an eingenommen und dabei eine Eigendynamik entwickelt, die mich gefesselt hat. Spannend fand ich vor allem Pennys komplizierten Charakter, der durch eine bipolare Störung, ein Erbe ihrer Mutter, für die Umwelt schwierig zu handeln ist. Aber auch ihr Vater, ein Alkoholiker und natürlich nicht zuletzt der Mörder haben ihr Päckchen zu tragen. Vor allem der Mörder, dessen Gedankengänge und Lebensumstände immer wieder in kurzen Kapiteln eingeschoben werden und somit einen Einblick in eine stark gestörte Persönlichkeit geben. Dabei spielt die Autorin mit den Gefühlen der Leser. Denn eigentlich hat er ein hehres Motiv, das hier aber nicht verraten werden soll.

Dem Mörder war ich nach rund 75 Prozent der Geschichte auf der Spur. Was die Spannung aber nicht gemindert hat. Und dann gibt es da noch den überheblichen Hauptkommissar, der auch noch auf der Anrede mit Dienstgrad besteht. Auch er hat sein Psychopaket abbekommen in Form eines Minderwertigkeitskomplexes aufgrund seiner Größe – oder eben auch nicht Größe – der durch fast schon autoritäres Auftreten kompensiert werden muss.

Aber auch das Redaktionsleben hat Cecily von Hundt anschaulich dargestellt. Ich habe selbst fast 30 Jahre als Journalistin – meistens frei – gearbeitet und kann nur bestätigen, was sie in ihre Geschichte einfließen lässt. Die Redaktionskonferenzen, die spontanen Aufträge, die dann möglichst noch aktuell ins Blatt müssen und die Sonn- und Feiertagsdienste, bei denen ein kleines Team die Ausgabe des nächsten Werktags vorbereitet. Absolut nicht ungewöhnlich ist, dass einzelne Journalisten für die Berichterstattung gezielt bei den Redaktionen angefragt werden.

Interessant fand ich die Aufarbeitung des Themas der bipolaren Störung. Man hört immer wieder darüber, aber wie sich die Krankheit äußert, wird selten wirklich offen und informativ anhand von Beispielen erklärt.

Ein bisschen hat mich der übermäßige Alkoholgenuss verschiedener Persönlichkeiten im Buch gestört. Aber das ist eine Nebensächlichkeit, die keine Abwertung verdient.

Einzig die Namensgebung war mir zu albern. Penny Kalunke geht ja noch. Aber Nick Zwieback fand ich dann nicht so passend. Auch wenn dadurch Dialoge zwischen Penny und Nick möglich wurden. Aber da hätte es vielleicht auch noch andere Möglichkeiten gegeben.

Die Autorin hat einen guten, flüssigen und nicht zu komplizierten Schreibstil. Das Cover passt gut zum Thema und lässt Schlüsse auf den Inhalt zu.

Meine Leseempfehlung:

Ein ganz klares Ja. Ich fand die Story spannend, auch wenn es immer wieder Ausflüge in Pennys Privatleben gibt. Die kann und soll es auch geben. Schließlich sind die Protagonisten – egal in welcher Geschichte – auch immer ganz normale Menschen. Das Private darf nur nicht überwiegen.

Das Buch „Narbenkinder“ von Cecily von Hundt wurde mir vom Verlag digitalpublishers  kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt, was meine Bewertung nicht beeinflusst hat.

Spannende und zeitweise witzige Denksportaufgabe

„Tödliche Realität“ von P.D. Lyle

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Die Geschichte

Ein Serienmörder, der sieben Morde gestanden und deswegen lebenslang in Haft sitzt, widerruft sein Geständnis für zwei Morde. Welche der sieben Frauen angeblich nicht auf sein Konto gehen, will er aber nicht sagen. Aus Sicherheitsgründen, wie er behauptet. Finanziert von einem zunächst anonymen Anwalt beauftragt er das Ermittlerteam Ray und Jack Longly, Vater und Sohn, sowie Pancake und Nicole, Jakes bester Freund sowie seine Lebensgefährtin, dieses Rätsel zu lösen. Doch wo sollen die vier mit der Suche beginnen, wenn sie keinerlei Anhaltspunkte haben. Und warum behauptet Billy Wayne Beker, nur fünf der sieben gestandenen Morde begangen zu haben. Will er nur Aufmerksamkeit, oder läuft tatsächlich ein Doppelmörder frei herum?

Da das Team, das unter anderen einen Polizisten als Täter in Betracht zieht, verdeckt ermitteln möchte, gibt es sich als Kamerateam aus, das für einen TV-Sender eine Dokumentation über die Folgen von Serienmorden für die Angehörigen und die Stadt recherchiert.

Die Story spielt in einer Kleinstadt in Florida, für deren Beschreibung der Autor sämtliche Klischeeregister zieht. Die Bewohner sind freundlich, neugierig aber auch skeptisch, geben trotzdem gern Auskunft, geben dabei durch das Weitererzählen von Klatsch und Tratsch unbewusst Hinweise. Die Beschreibung des Ortes und der dort lebenden Menschen ist P. D. Lyle gelungen. Aber auch die Protagonisten zeichnet er mit ausgeprägten Charakteren. Angefangen von der bezaubernden und unglaublich cleveren Nicole über Jack, der eigentlich gar nicht in diesem Job arbeiten möchte, aber immer wieder von seinem Vater hineingezogen wird, bis hin zu ebendiesem Vater Ray, ein alter Hase in seinem Metier und Pancake, der den ganzen Tag essen könnte.

Mein Fazit

Der Erzählstil ist ein Besonderer, den man so nicht oft findet. Einerseits wird die Story aus der Sicht von Jake in der Ich-Form erzählt, andererseits treten aber auch Ray und Pancake aktiv in der Ermittlung auf. Deren Part wird aus der Sicht des Erzählers dargestellt. Die Überschneidung zweier Erzählstile stört aber keineswegs. Im Gegenteil. Ich fand diese Art eigentlich ganz spannend. Der Verlauf der Geschichte ist spannend und fesselnd, gleichzeitig mit einer Prise Humor und einem Augenzwinkern angereichert.

Ob Billy Wayne die Wahrheit gesagt hat und tatsächlich nur fünf, statt sieben Frauen umgebracht hat und somit ein Doppelmörder frei herumläuft, das bleibt bis zuletzt ein gut gehütetes Geheimnis. Und der Leser darf sich sicher sein, dass er der Lösung des Falles nicht so einfach näher kommt, wie er es an mancher Stelle meint.

Von meiner Seite aus gibt es eine eindeutige Leseempfehlung.Sp

Für mich gerade recht

„Engelsstille“ Thomas Kowa

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Der 11.11. – der Tag des Karnevalbeginns, der Laternenumzüge traditionell aber auch der Abrechnung. Eigentlich der Abrechnung des Wirtschaftsjahres. Im Thriller von Thomas Kowa aber spielt das Wirtschaftsjahr keine Rolle. Da geht es um religiöse Motive und brutale Morde.

Die Geschichte

Es geht um junge Frauen, die ermordet und dann mit einer weißen Feder auf den Lippen bestattet werden. Es geht um eine Sekte und um historische Ereignisse, die in die Geschichte hineinspielen. Und der Pfarrer, der schon relativ früh den Täter erkennt, ist durch das Beichtgeheimnis zum Schweigen verdammt.

Das Ermittlerteam

Kowa macht es weder dem Ermittlerteam um Erik Lindberg noch dem Leser leicht, dem Täter auf die Spur zu kommen. Was gerade für die Polizisten aber nötig wäre. Schließlich gibt es mit Anthrax versehene Drohbriefe, die mit dem schnell näher rückenden  11.11., dem Tag der Abrechnung drohen. Als er eine Sekte näher unter die Lupe nehmen möchte, wird ihm von ganz oben ein Riegel vorgeschoben. Warum? Darauf kann sich Lindberg keinen Reim machen. Seine ehrgeizige junge Kollegin Mia lässt sich nicht gern aufhalten und unternimmt auch schon mal Alleingänge, die sie in Gefahr bringen. Lindberg selbst hat eigentlich schon genug mit sich und seiner Situation zu tun. Seine Frau liegt im Wachkoma, eine Belastung, die er auch gern mal mit Alkohol betäubt, was bei Vorgesetzten und Kollegen nicht verborgen bleibt, hier und da aber gedeckt wird. Schließlich ist er ein Polizist mit überragendem Talent.

Mein Fazit

Der Autor schafft es, den Leser von Anfang an zu fesseln und regelrecht zum Weiterblättern zu zwingen. Die Spannung wird ständig hoch gehalten, der Atem stockt immer wieder.

Die Geschichte spielt in der Schweiz und dem angrenzenden Südbaden. Das ist für den Verlauf und den Inhalt der Geschichte zwar nicht von Bedeutung, hat mir als Südbadnerin, die ich nur etwas über eine Stunde Autofahrt von der Schweizer Grenze entfernt lebe, sehr gefallen. Schließlich kenne ich die Orte und die Region.

Es gibt wohl Vorgängerbücher des Ermittlerteams. Diese muss man aber nicht gelesen haben, um die Geschichte verfolgen zu können. Auch die Charaktere der einzelnen Protagonisten sind so beschrieben,  als ob es sich um einen ersten Band handle.

Manchen mag die Beschreibung der Morde zu brutal sein, für mich gehört das aber in diesem Genre genau so dazu. Ansonsten wäre es kein Thriller, sondern ein Krimi.  Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.