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Fahrraddiebe gibt es überall. Nicht nur die teuren E-Bikes oder Hochleistungsräder sind gefährdet. Mir wurde auch schon ein relativ altes Zweirad entwendet. Da ich mit dem Rad zur Arbeit oder zum Einkaufen fahre, ist mein alter Drahtesel auch gleichzeitig mein Heiligs Blechle. Drum habe ich mich mit Begeisterung in den Test des smarten Fahrradschlosses Bordo SmartX 6500 A von Abus getürzt. Das Schloss wurde mir von eon kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.
Hier meine Erfahrungen
Smart – das sagt ja schon fast alles. Das Schloss hat Funktionen, die sich über eine Handy-App steuern lassen. Wenn einer meint, sich am gesicherten Fahrrad vergreifen zu müssen, wird ihm dies durch einen lauten Alarm ganz schnell wieder ausgetrieben. Durch die sehr einfache Installation und Inbetriebnahme der App wird man durch Abus geführt. Das Ganze dauert nur wenige Minuten.
Ich habe die App auf automatische Kopplung eingestellt. Das Schloss lässt sich somit schnell öffnen. Auch das manuelle Schließen ist einfach. Der Bestätigungston erfolgt sofort.
Andere Nutzer anlegen und anlernen kann einfacher nicht sein. So wie man durch die komplette Installation einfach per App geführt wird, funktioniert auch das Verteilen von Berechtigungen. Einfach den zu Berechtigenden in den Kontakten suchen und per Whats App mit einem Berechtigungslink, der von Abus zugesendet wird, einladen. Derjenige muss dann nur noch die Abus-App auf sein Handy laden und die Einladung annehmen indem er auf den Link klickt. Dann noch mit dem Schloss koppeln und schon funktioniert alles. Die App ist so einfach aufgebaut, dass es kein langes Anlernen braucht, um die Funktionen zu verstehen.
Das Schloss erscheint in seinem Industriedesign etwas futuristisch aber dennoch durch die Rundungen nicht zu hart. Modern eben. Besonders gut gefällt mir daran, dass es platzsparend zusammengefaltet und mithilfe einer Halterung am Fahrrad fest montiert werden kann. Laut Hersteller soll das Schloss am Rahmen befestigt werdenn. Wir haben uns eine andere Stelle ausgesucht: auf dem Gepäckträger direkt unterhalb des Sattels. Ich habe einen Fahrradkorb hinten drauf, der nicht ganz bis zum Ende des Gepäckträgers reicht. Diese Lücke haben wir genutzt. Die Halterung anzubringen war nicht so ganz einfach, weil wir den Korb mit Kabelbindern fixiert haben. Die Befestigungsstreifen erst durch die Laschen und dann wieder unter der Halterung hindurch zur anderen Seite zu führen gestaltete sich etwas fummelig, was aber an dem ausgesuchten Platz liegen mag. Die Bänder mit Schrauben zu fixieren ist eine gute Idee. Allerdings wäre es nicht schlecht gewesen, einen passenden Imbusschlüssel beizulegen. Nicht jeder ist so gut ausgestattet wie wir und hat eine große Auswahl an Schlüsseln.
Die Handhabung ist soweit ganz gut. Etwas sperrig vielleicht durch die langen Glieder, was aber bestimmt der Sicherheit dient. Ein herkömmliches Ringschloss ist sicherlich einfacher anzubringen. Aber das ist zum einen schneller geknackt und es gibt zum anderen keinen Alarm. Mit etwas Übung geht es mit der Zeit aber leichter.
Dennoch sind wir mit den Funktionen des Schlosses sehr gut zurechtgekommen. Es braucht lediglich ein bisschen Übung, wenn man es zusammenfaltet und in die Halterung schiebt. Da muss man aufpassen, dass man das Schließglied nicht zu weit ins Schloss schiebt und es damit verriegelt. Ansonsten geht alles ganz easy. Die Bedienung mit dem Smartphone (Apple 5SE) lief problemlos. Die App reagiert sofort, wenn man – je nach Einstellung – in die Nähe des Fahrrads kommt.
Vom Alarm sind wir begeistert. Sowohl vom Voralarm (fünf kurze Warntöne) als auch vom endgültigen, der nach wenigen Sekunden auslöst. Mein Mann hat zu nächst ein bisschen am Schloss und am Fahrrad gerüttelt, was den Voralarm ausgelöst hat. Er hat es auch hochgenommen und weggetragen, was nach den fünf kurzen Warntönen (Voralarm) ein lautes Heulen verursacht hat. Die Lautstärke des Alarms dürfte unserer Meinung nach sogar noch lauter sein. Wenn man sich vorstellt, dass das Rad in einer lauten Umgebung steht (Baulärm, Straßenlärm, ein Fest mit Musik …) da könnte es leicht passieren, dass der Heulton untergeht.
Tagsüber steht mein Fahrrad vor einer Kita in einem Brennpunktgebiet und auch zum Einkaufen hatte ich es schon dabei und das Rad auch mit dem neuen Schloss gesichert. Gut finde ich, dass ich nicht extra einen Fahrradständer benötige, um das Rad zu sichern. Schließlich geht der Alarm schon bei geringen Erschütterungen los.
Toll sind meiner Meinung nach auch die Meldungen, die aufs Handy geschickt werden. Auf die Apple-Watch müssten sie auch gehen. Die App ist jedenfalls gekoppelt. Aber ausprobiert habe ich es noch nicht. Sollte es funktionieren wäre das natürlich noch das Tüpfelchen auf dem I.
Das Schloss würde ich auf jeden Fall weiterempfehlen. Nicht nur für teure E-Bikes oder Lastenräder. Für jeden, der sein Fahrrad häufig nutzt oder sogar darauf angewiesen ist, ist der Drahtesel ein teures Gut, das geschützt werden sollte. Geeignet ist es meiner Meinung auch für Wohnmobilfahrer, die ihre Fahrräder auf dem Fahrradträger am Heck transportieren. Zwar würde ich empfehlen das Schloss selbst während der Fahrt vom Fahrrad zu entfernen, um Gefahren eines umherfliegenden Geschosses zu vermeiden. Aber wenn das Wohnmobil abgestellt wird, hat man mit diesem Schloss eine gute Diebstahlsicherung.
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