Wir leben schön – in einer ländlichen Gegend, hinter dem Haus nur Felder und eine tolle Fernsicht. Allerdings bergen sich hier auch Gefahren. Momentan liegen die Felder brach, aber wenn dann im Sommer bis in den Herbst hinein der Mais bis an unsere Grundstücksgrenze heran steht, bietet sich hier ein gutes Versteck. Wir haben schon mehrmals seltsame Gestalten an unserem Zaun entdeckt, die da nichts zu suchen hatten. Außerdem wurde in der jüngeren Vergangenheit mehrfach in der Nachbarschaft eingebrochen, bzw. versucht, unberechtigt in die Häuser zu gelangen. Höchste Zeit also, eine Überwachungskamera an unserem Haus anzubringen.

Die Kamera von Ring, die mit einem Solarmodul geliefert wurde, gefällt mir gut. Sie ist stabil, der Kunststoff nicht zu dünn und auch die Halterungen scheinen kräftig genug zu sein, einem Unwetter standzuhalten. Tatsächlich hat das Ensemble in der Testphase bereits Stürme, heftigen Regen, leichten Hagel und Schnee aushalten müssen. Und obwohl gerade durch die trüben Tage recht wenig Sonnenlicht auf das Solarpanel fällt, zeigt der Akku in der Kamera noch immer 100 Prozent an. Gut, an der Haustür würde die Leistung wahrscheinlich schneller fallen, da hier naturgemäß mehr Betrieb herrscht. An der Bildqualität der HDR-Kamera gibt es nichts auszusetzen. Selbst bei Nacht liefert sie gute Bilder ab. Was uns hier gefällt: Der Weitwinkel des Objektivs reicht, um unsere gut acht Meter lange Hausfront zu erfassen. Die Sirene ist mit 100 db ganz schön laut. Für uns reicht das vollkommen aus. Die LED- Beleuchtung ist hell genug, die Bewegungserkennung funktioniert auch einwandfrei. Nur die Übertragung aufs Handy klappt nicht immer so gut.
Benutzerfreundlichkeit
Die App, die es auf Handy zu laden gilt, ist in der Anwendung leicht zu verstehen und einzurichten. Bewegungen werden sofort auf Handy geschickt, wo man sich das Livebild anschauen und gegebenenfalls mit der Person, die sich im Blickfeld der Kamera bewegt, sprechen kann. Die Möglichkeit, die Einstellungen anzupassen, sind ausreichend. Was uns gefällt: Man kann den Alarm auch separat auslösen.
Installation
Mit der Einrichtung hatten wir keine Probleme. Die App, die es auf Handy zu laden gilt, erklärt jeden Schritt und zeigt in kleinen Videosequenzen, worauf zu achten ist. Sowohl die Kamera als auch das Solarpanel wurden sofort erkannt. Die Montage der beiden Teile an unserem Balkongeländer war sehr einfach und in kurzer Zeit erledigt. Im Lieferumfang der beiden Pakete haben wir je einen Wechselschraubendreher gefunden, der zu den verwendeten und mitgelieferten Schrauben passt. Für die Installation an der Hauswand sind Dübel und Bohrer vorhanden. Das Kabel, das Kamera und Solarpanel verbindet ist ausreichend lang.
Design
Das Design ist schlicht gehalten, die Kamera dadurch unauffällig. Wobei uns das Design nicht so wichtig ist, da die Kamera an der Rückseite des Hauses angebracht ist.
Alltagstauglichkeit
Die Ring-Überwachungskamera ist in jedem Fall alltagstauglich. Allerdings gibt es bei uns hier einen Sternchen-Abzug. Wir haben gleich zwei Kritikpunkte anzubringen. Zum einen ist es die Übertragung, die bei uns nicht so richtig funktionieren will. Der W-LAN-Empfang ist auf dem Balkon eigentlich stark genug. Im Sommer sitzen wir oft mit unseren Laptops draußen und surfen problemlos im Internet. Zum anderen finden wir es schade, dass man, um die Sequenzen speichern und später darauf Zugriff zu haben, ein Abo abschließen muss. Das sind zwar im einfachsten Tarif nur 3 Euro monatlich, aber bei anderen Herstellern geht das kostenlos. Will man eine Livesequenz durch Teilen an einen anderen schicken und so evtl. speichern, bricht die Übertragung immer bei 90% ab.
Gesamturteil
Trotz der Kritikpunkte sind wir mit der Kamera soweit zufrieden. Sollte sich nachts jemand im Garten aufhalten, löst bei uns der Alarm aus. Die Bilder dann evtl. für die Polizei zu sichern geht leider nicht. Was uns gefällt: Dank Solarpanel braucht man keine Steckdose in unmittelbarer Nähe zur Kamera. Wer seine Kamera an einem schattigeren Plätzchen aufhängt, hat die Möglichkeit, einen zweiten Akku nachzukaufen und in die Kamera einzusetzen, sodass auch bei weniger Sonneneinstrahlung genügend Energie für den Betrieb der Kamera gespeichert wird.
















